Roma Verde

Grünes Rom … die meisten denken bei Rom an Ruinen, Kirchen, viel Verkehr, Cafés in denen Touristen abgezockt werden … ich denke dabei auch an Parks.

Roma - Villa Borghese - © Thomas Michael GLaw
Roma – Villa Borghese – © Thomas Michael Glaw

Wer einen ruhigen, nachdenklichen oder spirituellen Moment erleben möchte muss nicht notwendigerweise in eine Kirche gehen. Wir werden euch an anderer Stelle ein paar kleinere Kirchen vorstellen, in denen ihr den Massen entrinnen und einen Moment der Stille an einem geweihten Ort finden könnt.

Hier möchte ich euch zum einen in ein paar Parks führen, die in Rom leicht zu erreichen sind und zum anderen einige  vorschlagen, die zu einem Halbtages oder Tagesausflug einladen.

Ein Park, den ich seit Jahrzehnten schätze ist an der

Villa Borghese
Park der Villa Borghese - © Thomas Michael Glaw
Park der Villa Borghese – © Thomas Michael Glaw

Der kunstinteressierte mag sich an den Gemälden im Museum erquicken (habe ich auch schon oft – allerdings mehr im Winter) öfters allerdings gehe ich auf den Hügel, den Pincio, hinauf um einfach nur ein frisches Lüftchen zu genießen, über die Dächer von Raum zu schauen oder im kleinen Park hinter der Villa Borghese an den Stauen vorbeizuspazieren, mich auf eine Bank zu setzen, Zeitung zu lesen. Klar könnt ihr da auch What’s Appen, klar kann man da auch der Musik auf seinem iPod lauschen.

Figur im Park der Villa Borghese - © Thomas Michael Glaw
Figur im Park der Villa Borghese – © Thomas Michael Glaw

Ich genieße dort aber gerne ein wenig Ruhe. Man kann dort seine Gedanken sortieren, Notizen machen, man kann dort auch in einer kleinen Gruppe einen ruhigen Moment gestalten – wenn nicht gerade ein Haufen Japaner oder Amerikaner auf einem Quadroped um die Ecke gerast kommen und einen beinahe umfahren.

Der Park selbst ist sehr groß, knapp 5 Quadratkilometer, man kann dort alles mögliche unternehmen, mir gefällt jedoch besonders dieser kleine Garten mit seinen Skulpturen. Wenn ihr dort jemand in ein schwarzes Büchlein schreiben seht – gut möglich, dass ich es bin 🙂

Immer noch zentral, wenn auch in der entgegengesetzten Richtung ist der Park an der

Villa Celimontana

Man kommt dort – ehrlich gesagte – nicht ganz so einfach hin, zumindest wenn man sich nur auf die Metro verlässt. Die Stationen Circo Massimo und S. Giovanni sind etwa gleich weit entfernt. Trotzdem ist der Park – allein oder mit einer Gruppe – einen Besuch wert.

Park der Villa Celimontana in Rom © Thomas Michael Glaw
Park der Villa Celimontana in Rom © Thomas Michael Glaw

Warum? Er ist weit genug von den durchschnittlichen Touristenattraktionen entfernt und er verfügt zudem über recht entspannte Parkwächter. Wir haben dort schon veritable Wasserschlachten veranstaltet; was ich jetzt nicht unbedingt als Aufruf verstanden haben möchte 🙂

Es ist ein anderer ruhiger Park, in dem man im Schatten alter Bäume einen Snack verzehren kann, seine Füße in einen kühlen Brunnen versenken kann, Rom abseits der Touristenströme genießen kann.

San Stefano Rotondo Roma - © Thomas Michael Glaw
San Stefano Rotondo Roma – © Thomas Michael Glaw

Einen Steinwurf entfernt ist die zudem die Kirche San Stefano Rotondo, die Titularkirche des ehemaligen Erzbischofs von München, Friedrich Kardinal Wetter. Sie ist leider mittags geschlossen, wer aber ein spätes Mittagessen im Park der Villa Celimontana eingenommen hat, sollte danach einen kurzen Spaziergang zu dieser Kirche machen und sich von ihrer eigenartigen Atmosphäre gefangen nehmen lassen.

 

Auch der Aventin bietet bietet sich für einen ruhigen Moment, besonders in heißen Zeiten, an. Er ist der südlichste der sieben Hügel Roms und gilt allgemein als touristisch wenig bedeutend – um so besser möchte man sagen. Hier oben stehen Pinien und Orangenbäume, viele steinerne Bänke und natürlich auch zwei Nasoni, sprich Wasserspender, an denen man seine Flaschen wieder auffüllen kann. Allein oder in der Gruppe kann man hier prima ausspannen oder ein Picknick machen und einen wunderbaren Ausblick über Rom genießen. Nicht weit entfernt ist zudem der Sitz der Malteser in Rom an der Piazza dei Cevaliere di Malta, dort sollte man einmal einen Blick durch das Schlüsselloch werfen und sich überraschen lassen.

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